Das Schicksal meint es manchmal nicht gut, denn wie schnell kann es passieren, dass man ganz geschockt von einem Arztbesuch nach Hause kehrt und eine Schreckensdiagnose erhalten hat. Steht einem beispielsweise eine große Operation bevor, oder leidet man an einer chronischen Krankheit, ist oftmals ein langer und ausgiebiger Krankenhausaufenthalt unumgänglich für den Betroffenen. Schaut man sich einmal die Kosten für eine Operation an, oder auch schon den Tagessatz, was ein Tag in einem Krankenhaus schon kostet, kann man einfach nur froh darüber sein, dass eine gute Krankenversicherung die Kosten komplett übernimmt. Denn ohne die Hilfe einer Krankenversicherung könnten sich die meisten Menschen einen Krankenhausaufenthalt oder gar eine Operation überhaupt nicht leisten. Denn eine Krankenversicherung erstattet dem Versicherten die Kosten für die Aufwendungen und Behandlungen im Falle einer Krankheit, aber auch in der Mutterschaft oder nach einem Unfall bietet die Krankenversicherung einen optimalen Schutz.
Warum eine Krankenversicherung so wichtig ist
Denn gerade auch in der Schwangerschaft stehen häufige Besuche beim Frauenarzt an, regelmäßige Kontrollen bis hin zu der Geburt im Krankenhaus mit einem mehrtägigen Aufenthalt. Ohne eine gute Krankenversicherung würde dies überhaupt nicht gehen, denn welche junge Frau kann sich schon solch einen finanziellen Aufwand erlauben? Auch der Aufenthalt eines vielleicht frühgeborenen Babys würde noch mehr belasten. Es gibt ebenfalls zwei verschiedene Arten von Krankenversicherungen, die private Krankenversicherung und die gesetzliche Krankenversicherung. Die gesetzliche Krankenversicherung ist Teil des Solidarsystems, das heißt, es zahlen alle Versicherten den gleichen Beitrag in ihre Krankenversicherung ein. Es ist unwichtig, wie alt der Versicherungsnehmer ist, und ob er gesund oder chronisch krank ist. Gesetzlich krankenversichert sind vor allem Beschäftigte einer Firma, also Arbeitnehmer, Bezieher von Erwerbsersatzeinkünften, also Arbeitslose, Studierende und Schüler sowie Rentner. Die private Krankenversicherung dient vor allem den Menschen, sie nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind. Beispielsweise Angestellte und Arbeitnehmer, die ein monatliches Bruttoeinkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze beziehen, Beamte und Selbstständige sowie Freiberufler. In der privaten Krankenversicherung sind die Beiträge jedoch sehr verschieden, denn auf jede versicherte Person wird ein separater Beitrag erhoben. Die Einstufung der Beitragshöhe erfolgt über verschiedene Faktoren, beispielsweise werden das Alter, das Geschlecht und der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers berücksichtigt. Ändert sich jedoch der Gesundheitszustand des Versicherten während der Versicherungsdauer, bleiben die Beiträge jedoch gleich und werden nicht erhoben.
Warum Frauen höhere Beiträge bezahlen
Frauen zahlen in der privaten Krankenversicherung jedoch meistens einen höheren Beitrag, denn Frauen weisen eine höhere Lebenserwartung als Männer auf. In der privaten Krankenversicherung erfolgen die Leistungen nach einem sogenannten Kostenerstattungsprinzip, das heißt, dass die Behandlung und die Therapie nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung vorgegeben sind, sondern sie kann vom Arzt und dem Patienten zum größten Teil völlig frei ausgesucht und gewählt werden. Am 1. April 2007 wurde eine Versicherungspflicht für die gesetzliche Krankenversicherung ins Leben gerufen, denn es scheint heutzutage unverantwortlich zu sein, ohne Krankenversicherung zu leben. Passiert doch einmal ein Unfall, ist der Betroffene bis an sein Lebensende häufig sehr verschuldet, und somit ist die Versicherungspflicht ein sehr guter Schutz für die Verbraucher. Daher sollte man sich im Voraus genau überlegen, ob man sich lieber gesetzlich oder auch privat versichern möchte, denn eine Krankenversicherung ist unbedingt notwendig.
Fotoquelle: Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com
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